Über die Standardtherapien hinaus, können weitere Therapieoptionen in Frage kommen. Diese werden oftmals nicht von den Krankenkassen erstattet, können aber ggf. über die Eingliederungshilfe finanziert werden. Es lohnt sich nachzufragen und Dich über lokale Therapieangebote zu informieren.

Therapeutisches oder heilpädagogisches Reiten / Hippotherapie

Therapeutisches Reiten gehört zu den tiergestützten Therapieformen auf einem speziell ausgebildeten Pferd. Das Pferd dient als Medium für pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahmen.
Es können körperliche, ergotherapeutische und sprachliche Ziele gefördert werden. Zu den Beeinträchtigungen, die durch Hippotherapie verbessert werden können, gehören: gestörte Gleichgewichtsreaktionen, Koordinations-, Kommunikations- oder sensomotorische Funktionsstörungen, schlechte Haltungskontrolle (v.a. Rumpfstabilität), und verminderte Mobilität.
In seltenen Fällen wird z.B. Hippotherapie durch einen lizenzierten Physio- oder Ergotherapeuten von der Krankenkasse erstattet. Frag einfach nach, wenn diese Therapie in Deinem Fall in Frage kommt und es keine medizinischen Kontraindikationen gibt.

Die Musiktherapie

Ist die absichtliche Verwendung von Musik und Beziehungen, die durch Musik entstehen, um Lebenskompetenzen zu entwickeln und zu verbessern sowie die Potenziale des Einzelnen zu fördern. Musiktherapie kann verwendet werden, um die Kommunikation bei Personen mit Dup15q-Syndrom zu fördern, sowohl in Bezug auf das Sprachverständis (Verstehen von 1-Schritt-Anweisungen; „W“-Fragen usw.) als auch in Bezug auf die Ausdruckssprache (durch Auswahl, Ausdruck und Lieder). Die Musiktherapie findet im Rahmen eines therapeutischen Prozesses mit einem qualifizierten Musiktherapeuten statt.

(Therapeutisches) Schwimmen

Schwimmen trainiert nicht nur die Rumpfstabilität und wirkt sich positiv auf die sensorische Wahrnehmung aus. So wie die meisten Autisten, lieben auch die meisten Dup15q Patienten Wasser. Durch die Schwerelosigkeit im Wasser, kann der Körper besonders wahrgenommen werden. Manchmal gibt es spezielle Schwimmkurse für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Therapieangebote im SPZ oder teilweise auch in der Schule / im Kindergarten. Auch “normale“ Baby-/Bambinikurse sollten einfach ausprobiert werden!